Chronik2019-01-21T11:12:51+00:00

Verein

25 Jahre Triathlon Club Backnang

Organisatorisch und sportlich weltmeisterlich…

Der TC Backnang feiert(e) am 31.10.2009 auf dem Hagenbach seinen 25. Geburtstag – Einer der ältesten Triathlonvereine in Deutschland

Sportlich und organisatorisch weltmeisterlich: so präsentierte sich der TC Backnang in seinen bisherigen 25 Jahren. So wurden zum Beispiel einige deutsche Titel im Seniorensport und im Jugendbereich gefeiert. Im Wintertriathlon gab’s dank Annika Fritz sogar einen WM-Titel bei den Juniorinnen. Die Ausdauersportler aus Backnang machten sich aber auch als Organisator bundesweit einen sehr guten Namen. Als Veranstalter der insgesamt 25 Welzheimer Triathlons. Lange Jahre als Gründer und Ausrichter der Backnanger Silvesterläufe. Und von 2004 bis 2009 sechs Mal als hochgelobter Veranstalter der deutschen Duathlon-Meisterschaft. In den Neunzigern gab es zudem Ausdauerwettkämpfe im Jugend- und Schülerbereich. Außerdem entpuppte sich ein TCB-Mitglied als Tüftler. Gerhard Holzschuh entwickelte Anfang der Neunziger ein Transponder-System, mit dem die Zeitmessung vereinfacht wurde. Das Zeitmessteam aus dem Murrtal und sein roter Koffer waren in der Triathlonszene ein Begriff.

Es war 1978 in Hawaii, als nach einer Bierwette der Ironman entstand. In Honolulu stationierte amerikanische Soldaten stritten sich über den besten Ausdauersportler. Hintergrund waren existierende Einzelwettbewerbe. Ein Brandungsschwimmen über 3,9 Kilometer, ein Radrennen über 180 Kilometer und der Honolulu-Marathon. Die Beantwortung fiel amerikanisch aus. Eine Aneinanderreihung aller drei Wettbewerbe ohne Pause.

In Deutschland ging’s 1981 mit dem Frammersbacher Dreikampf los. Damals noch mit Unterbrechungen. 1982 gab’s die ersten deutschen Triathlons in Ansbach, Essen, Gerolstein, Fischbach und Calw. 1983 war der Große Preis von Deutschland in Koblenz gleichzeitig die erste inoffizielle Europameisterschaft. Unter den 1000 Teilnehmern aus 12 Nationen waren bereits 14 Backnanger. Denn dort hatte sich schnell eine Gruppe gefunden. Noch bevor die Deutsche Triathlon-Union und der Baden-Württembergische Triathlonverband gegründet wurden, entwickelte sich aus der verschworenen Gemeinschaft der Triathlonclub Schwäbischer Wald mit Sitz in Backnang. Seine Wiege stand bei der TSG-Skiabteilung. Die Wettkämpfe bis 1984 wurden als Mitglieder des Skiclubs bestritten. TSG-Sportwart Horst Hettich regte an, einen selbstständigen Triathlonverein zu gründen. Das geschah am 8.April 1984 in der Tanzschule Rebsch. Erster Vorsitzender war Dieter Rebsch, sein Stellvertreter Erich Linsenmaier. Kassier Ulli Oberst, Pressewart Gunther Strobel, Sportwart Erich Gastmaier, Beisitzer Peter Hammerschmidt, Guntram Mayer und Gunther Kaulich, Kassenprüfer Inge Linsenmaier und Werner Hettich. Bei der Gründung zählte der Verein 31 Mitglieder. Die Triebfedern der ersten Jahre arbeiteten im Kaufhaus Max Mayer: Jürgen Friedemann (Dekorationschef), Guntram Mayer (Inhaber), Rolf Hettich (Sportabteilungschef) und sein Stellvertreter Erich Gastmaier.

Von Anfang an mischten die Ausdauersportler aus dem Schwäbischen Wald in den Wettkämpfen vorne mit. Rolf Hettich beispielsweise war beim Großen Preis von Deutschland in Koblenz 1983 bereits Gesamtsechster geworden. Im gleichen Jahr feierten die Backnanger beim 1.Murrhardter Triathlon nach 600 Meter Schwimmen im Waldsee, 40 Kilometer Radfahren nach Fichtenberg, Honkling und zurück sowie 11 Kilometer Laufen um das Trauzenbachstadion einen Sechsfach-Erfolg. Auf Sieger Rolf Hettich folgten Horst Hettich, Thorsten Amann (1.Platz Männliche Jugend), Gunther Strobel, Dieter Rebsch und Werner Hettich. Ende der Achtziger entwickelt sich der Verein zur Hochburg im Seniorensport. Gleich dreimal nacheinander geht die Mannschaftswertung bei der deutschen Meisterschaft nach Backnang. Das ändert sich, als der VfL Waiblingen 1991 eine eigene Triathlonabteilung gründet, deren Leitung Dieter Waller übernimmt. Mit ihm wechseln einige Athleten aus dem Waiblinger Umland zum VfL. Seitdem wurde die Rekordmitgliederzahl von 101 Sportlern bei den Backnanger Ausdauerathleten nie mehr erreicht. Den Tiefstand gab es 1995 (60). Von da an ging es langsam bergauf. Im Jubiläumsjahr weist der TCB wieder 85 Mitglieder auf. Auch dank der Werbemaßnahmen der neuen Sportwartin Elke Schanz-Matern.

Gut war bei den Backnangern die Jugendarbeit, in der sich Rolf Hettich stark engagierte. Im Triathlon und im Wintertriathlon gab’s viele Erfolge. Zum Beispiel durch Daniel Fritz. Lars Hettich gelang 2002 sogar ein Erfolg, den in Deutschland so schnell keiner mehr schafft. Er gewann in seiner Altersklasse den nationalen Titel im Triathlon, Wintertriathlon und im Duathlon. Um ihn ist es mittlerweile ruhig geworden. Dafür steht sein Vetter Christopher Hettich im Mittelpunkt. Er ist seit 2007 auch der erste Backnanger, der als Mitglied des Nationalteams bei einer Triathlon-Weltmeisterschaft startete. Und seit 2008 ist Christopher Hettich neben Thomas Pumm (1998) das einzige TCB-Mitglied, das den Welzheimer Triathlon gewann. Rekordsieger in Welzheim ist ein Sportler, dessen Wurzeln ebenfalls beim Triathlonclub aus dem Murrtal liegen: Harald Schestag. Sechsmal gewann der in Sulzbach wohnende ehemalige deutsche Spitzentriathlet den Wettkampf. Den Streckenrekord hält allerdings nicht Schestag. Diese Ehre gebührt einem waschechten Weltmeister. Daniel Unger gewann 1997 in 1.01,13 Stunden. Genau zehn Jahre später sicherte sich Unger in Hamburg den WM-Titel. Einen solchen hat auch die Backnangerin Annika Fritz. Sie siegte bei der Wintertriathlon-WM 2003 in Oberstaufen bei den Juniorinnen. Überhaupt überzeugte der Nachwuchs aus dem Murrtal 2003 im Dreikampf mit Laufen, Mountainbikefahren und Ski-Langlauf. Daniel Fritz (Junioren), Lars Hettich (Jugend A), Christopher Hettich (Jugend B) und Annika Fritz (Juniorinnen) bringen gleich vier Siege von der deutschen Meisterschaft am Kniebis mit.

Ein wichtiger Name in Sachen Sport ist auch Michael Schneider. Von 16 Vereinsmeisterschaften gewann der Radexperte 10 Wettkämpfe. Bemerkenswert. Wie überhaupt die Geschichte des gesamten Vereins. In seinen 25 Jahren bewies er Ausdauer in sportlicher und in organisatorischer Hinsicht. Deshalb darf der Triathlonclub heute zufrieden und stolz seinen 25. Geburtstag feiern. (Pressebericht BKZ vom 31.10.2009)

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