How it´s to be a Rookie
oder vom Raucher zum Triathlet
Florian Zürn in der Wechselzone 1
Da ich nun meinen ersten Wettkampf bestritten habe, hat mich der Simon
angehauen, ob ich ihm nicht einen Bericht über das erste Jahr als
Triathlon-Anfänger schreibe.
Um es kurz zu machen, das erste Jahr
ist anstrengend und es nervt! Ihr, die diesen wunderbaren Sport alle schon ein
paar Jahre ausübt, habt diese Zeit schon lange hinter euch gelassen. Diese
Anfängerzeit, in der jeder schneller ist, man es deshalb übertreibt und sich die
Sehnen entzündet oder man einfach an der Ampel mitsamt seinem Rad umfällt, weil
man vergisst auszuklicken.
N
Angefangen hat alles wie so oft mit den Frauen,
genauer gesagt mit meiner eigenen. Da sie schon ein Jahr vorher von diesem
Triathlon-Virus befallen wurde drehte sich bei uns zu Hause natürlich vieles
auch um den Sport. Als Vollzeit-Raucher war ich aber damals eher zum Anfeuern
bei den Wettkämpfen, anstatt selbst anzutreten. Vor ziemlich genau einem Jahr
wurde ich dann wiederum von Simon (gewöhnt euch an den Namen, der taucht noch
öfters auf!) angesprochen, ob ich nicht beim Welzheim Triathlon als
Streckenposten aushelfen könnte. Lust hatte ich zwar keine große, aber es war
Prüfungszeit und da ist alles interessanter als daheim zu lernen.
Ich sah ja schon bei uns zu Hause, was die Adel für
einen Spaß an diesem Sport hatte, aber in Welzheim fasste ich, warum auch immer,
den Entschluss: “nächstes Mal bist du da auch dabei.“
Ein paar Wochen später habe ich dann wirklich das
Rauchen aufgehört und ließ mich dann auch von der Adel ins Schwimmbad zerren.
Keine schöne Sache, am Anfang bin ich fast ertrunken, gelinde gesagt. Aber das
Problem
kennen viele Anfänger sicherlich.
Zum meinem Glück war es damals Andi G. aufgrund eines
Radunfalls so langweilig, dass er Adel, und noch ein paar anderen aus unserer
Gegend Kraulunterricht gab, bei denen ich mich auch anschließen durfte. Man
erkennt, alles hat immer einen tieferen Sinn!
Da einen als Ex-Raucher in den ersten Wochen immer
mal wieder die Sucht packt, habe ich das mit Sport kompensiert und bin einfach
immer dann zum Schwimmen gegangen, wenn ich Lust auf ne Kippe hatte. Jaaaa, ich
war die ersten vier Wochen verdammt oft im Hallenbad.
Der Vorteil war, ich machte schnell Fortschritte beim
Schwimmen und auch das Laufen ging, Dank der Anleitung meiner Frau, immer
besser.
So ging es durch den Winter mit vielen witzigen und
anstrengenden Stunden beim Schwimmen oder auch beim Tiefschnee-Joggen in Aspach.
Immer wieder traf man neue Leute oder die Elke organisierte ein
Schwimm-Wochenende, was die kalte Zeit nur so vorbeifliegen lies.
Im Frühling (und der kam tatsächlich!) fehlte mir
eigentlich dann nur noch ein Rad. Meine Adel opferte sich dann zum Glück
großherzig für mich (armen Studen) und kaufte sich ein neues Rad, so dass ich Ihr
„Altes“ abstauben konnte.
Mir blieb gerade genug Zeit um paar
Kilometer abzuspulen (wahnsinnige 400km), dann ging es auch schon zur Backnanger
Hütte nach Wolfis
zum Radwochenende. Man war das eine
Plackerei die Hügel hoch. Da die anderen mich aber immer hinten mitfahren ließen
und es so eine coole Truppe war, flogen die Kilometer und Höhenmeter nur so an
uns vorbei. Überhaupt hatten wir einen riesen Spaß, egal ob beim Radfahren oder
beim abendlichen (alkoholfreiem) Bier. Nach diesen drei Tagen hatte ich dann
auch meine ersten 600 km auf dem Tacho und gelernt hatte ich auch ne Menge, egal
ob es um die Schaltung einzustellen (Danke an Heinz) oder allgemein um den Sport
ging (Dank an alle!!)
Nicht destotrotz habe ich in diesem ersten Jahr auch
ne Menge Fehler gemacht: zu schnell, zu viel und zu weit laufen oder eben auch
an der Ampel umzufallen.
Da hier beim TC Backnang aber immer jemand da ist der dir dann auf die Schulter
haut und dir sagt, dass das schon wieder wird, konnte ich auch diese Jammertäler
hinter mir lassen.
Mit verbalen Tritten in den Allerwertesten, wenn ich
mal wieder zu viel auf einmal wollte, wurde natürlich auch nicht gegeizt (Danke
Frank & Adel)
Florian Zürn vor dem Start mit Thomas und Simon
Schließlich habe ich es dann tatsächlich ein Jahr
später am 03.07.2010 nach Welzheim geschafft und meine erste Sprintdistanz
(0,6-21-5,2) gefinisht (1:36:15). Euch sag ich ja nichts Neues, es war brutal
anstrengend und sau geil.
Flo in Welzheim auf dem Weg zu den letzten 5,2 Kilometern seines ersten
Triathlons.
Ja, so war mein Jahr als Triathlon Anfänger. An dieser
Stelle möchte ich noch ganz herzlich bei allen bedanken ohne die ich in Welzheim
nie so weit gekommen wäre
Vor allem bei:
Meiner Frau, der Adel,
dafür dass sie mich zu diesem wunderbaren Sport gebracht hat und für ihre schier
grenzenlose Geduld mit mir.
Simon:
einfach für alles! Tausend Tipps und dein
unermüdliches Engagement für den Verein
Andi G.:
ohne dein Schwimmtraining wäre ich wahrscheinlich nach 100m wieder ausgestiegen
Frank & Simone:
für den ganzen Spaß, den wir beim Training mit euch beiden haben und die vielen
Tipps
Elke & Franky:
weil sie der Kleister sind der diesen Verein zusammenhält
Britta
Heike, Dirk & Jan
Bernd
Heinz
und alle anderen, die ich nur nicht namentlich
aufgeführt habe
Sportlich Grüße
Flo Zürn
Kommentar von Simon: Danke Flo! Wir sehen uns an der Startlinie der
nächsten Etappe - die da heißt Olympische Distanz :-)