Christopher Hettich überzeugt beim Triathlon auf der Insel Rügen.

(Bericht: Backnanger Kreiszeitung) – Der Triathlet Christopher Hettich vom Riva-Team des TC Backnang glänzte beim Ironman 70.3 (die Distanzen der drei Disziplinen addiert ergeben 70,3 Meilen) auf der Insel Rügen.

Der Schwabe sicherte sich mit Platz sechs weitere wichtige Punkte für die Qualifikation der 70.3-WM im Jahr 2018 in Südafrika. Das Starterfeld bei den Profis hatte es in sich. Patrick Lange (Dritter auf Hawaii), Nils Frommhold (Sieger beim Ironman in Roth), Timo Bracht (Sieger beim Ironman in Frankfurt) und weitere internationale Top-Triathleten dämpften die Erwartungen von Hettich auf eine Platzierung unter den ersten fünf. Insgesamt 1600 Triathleten aus 36 Nationen nahmen die 1,9 Kilometer Schwimmen, 90 Kilometer Radfahren und 21,2 Kilometer Laufen in Angriff. Am Wettkampftag gab es optimale Bedingungen mit 20 Grad.

Hettich erwischte beim Schwimmen einen guten Start und konnte gleich von Anfang an das Tempo mit der Spitze mitgehen. Nach 24:53 Minuten stieg er als Vierter aus der 17,9 Grad kalten Ostsee. Nach einem schnellen Wechsel auf das Rad kam er sogar zusammen mit Lange als Erster aus der Wechselzone. Nun ging es auf die nicht einfachen 90 Radkilometer, die schwächste Disziplin des Backnangers. Auf den beiden Runden hielt er sich aber prächtig. Immer informiert über die Rückstände durch seinen Onkel Rolf Hettich, fuhr er ein klasse Rennen auf dem Rad. Wie erwartet verlor er auf die Spitze knapp fünf Minuten, wobei hier Johannes Moldan mit einer Radzeit von zwei Stunden einen 45er-Schnitt fuhr. Hettich kam nach 2:07:38 Stunden als Achter ins Radziel.

Ein erneuter guter Wechsel und die Möglichkeit, mit einer guten Laufzeit unter die ersten fünf zu kommen, war möglich. Die 21,2 Kilometer lange Laufstrecke in Binz hatte es aber in sich. Bereits nach fünf Kilometern kamen zwei steile Anstiege, die auf den beiden Runden natürlich zweimal gelaufen werden mussten. Von hinten kam mit Franz Löschke ein Olympia erprobter Triathlet, der sich auch auf die langen Distanzen spezialisieren möchte. Man merkte schon nach einigen Metern, dass Hettich nicht mit ihm mithalten konnte. Nach der Hälfte des Rennens hatte der Backnanger dann aber den schnellsten Radfahrer eingeholt und kämpfte sich langsam Platz um Platz nach vorne. An der Spitze lief ganz überlegen Patrick Lange, der im vergangenen Jahr auf Hawaii den Triathlon-Streckenrekord im Marathon mit 2:38 Stunden gelaufen ist, ein einsames Rennen. Bei Kilometer 15 überholte Hettich den Mitfavoriten Nils Frommhold und lag auf dem fünften Platz.

Dann wurde es für den Schwaben schwer. Er hatte auf den Drittplatzierten allerdings nur noch 56 Sekunden Rückstand, aber man merkte, dass der Wettkampf seine Spuren hinterlassen hat. Die Kräfte schwanden bei Hettich. Einen Kilometer vor dem Ziel musste er noch den Schweizer Adrian Haller vorbeiziehen lassen und kam dann als Sechster vor Tausenden von Zuschauern zufrieden ins Ziel. Mit der viertbesten Laufzeit von 1:15:41 Stunden konnte er trotzdem zufrieden sein. Es gewann der Deutsche Patrick Lange mit 3:43:46 Stunden. Auf den zweiten Platz kam sein Landsmann Franz Löschke, der nach 3:49:48 Stunden das Ziel erreichte. Dritter auf dem Podest war der Pole Lukas Kalaszcynski. Er benötigte 3:51:08 Stunden. Christopher Hettich ist mit seinem sechsten Rang auch sehr zufrieden. Jetzt ist für ihn aber erst einmal eine Trainingspause angesagt, ehe er dann in die Vorbereitung für den Backnanger Silvesterlauf einsteigt.

 

…und noch ein persönliches Statement von Christopher…

Erfolgreich konnte ich am Sonntag in Binz meine Saison mit einem 6. Platz beim 70.3 Rügen beenden.

In der Ostsee kam ich mit der Spitzengruppe gemütlich aus dem Wasser. Mit einem sehr guten Wechsel stieg ich mit dem späteren Sieger auf das Zeitfahrrad. Auf dem Rad fuhr ich clever mein Tempo und ließ mich von der Konkurrenz auf den 90 Kilometern nicht verrückt machen. Letztendlich lief es nur auf den letzten Kilometern des Halbmarathons nicht mehr gut.

Am Ende fehlten gegen die starke Konkurrenz die letzten Körner um ein besseres Resultat zu erzielen. Innerhalb von fünf Wochen drei Mitteldistanzen zu bestreiten und Aufgrund des fehlenden Trainings nach dem Sturz im Sommer bin ich mit meiner Leistung sehr zufrieden.

Für die Qualifikation zur 70.3 Weltmeisterschaft in Südafrika 2018 konnte ich wichtige Punkte sammeln. So fehlen im nächsten Jahr nur noch ca. 265 Punkte für die WM Teilnahme.

Großen Dank an meinen Onkel Rolf und den anderen Supportern an der Strecke am Wochenende! Einen Dank geht auch an meinen Trainer Johannes Gesell, RIVA, meine Familie und alle die die Daumen gedrückt oder an der Strecke mitgefiebert haben.

Seit dieser Woche befinde ich mich jetzt in der Saisonpause um wieder Motivation und Kräfte zu tanken. Wie es weiter geht erfahrt ihr weiterhin hier auf meine FB-Fanseite!

Herzlichen Glückwunsch zum tollen Saisonabschluss !!!

Bilder: R. Hettich

Presseartikel BKZ: Hier

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