Teamwettkampf – Landesliga in Ebenweiler.

Ebenweiler / Backnang. Die diesjährige 4. Liga-Veranstaltung wurde am 8. Juli als Teamwettkampf im oberschwäbischen Ebenweiler ausgetragen. Damit fand ein neuer Wettkampf Einzug in die Liga-Serie und war zugleich eine Liga-Premiere für den Veranstalter. Im Rahmen einer verlängerten Sprintdistanz mussten 750m Schwimmen, 20km Rad und 5km Laufen gemeinsam absolviert werden. Dabei wird eine Mannschaft erst gewertet, wenn das vierte Mitglied (1. Liga) oder das 3. Mitglied (Frauen/3. Liga) einer jeweiligen Mannschaft die Ziellinie überquert haben.

Für das RIVA Team TC Backnang traten bei den Herren in der 1. Liga Andreas Voss, Michael Hofmann, Christopher Hettich und Matthias Syska in einer komplett neuen Formation an. 

Zunächst stand das Schwimmen im Ebenweiler See bei 25 Grad an , dies erwies sich als nicht gerade einfache Aufgabe, da zum einen die ersten 50m ziemlich flach sind und man zu Fuß fast schneller als mit Schwimmbewegungen ist, jedoch kostet dies sehr viel Kraft in den Beinen. Zum anderen war er an vielen Stellen zugewachsen.

Zu seinem Saisondebüt kam diesmal Andreas Voss, nachdem er die ersten drei Wettkämpfe aufgrund  einer Operation und Krankheit verpasst hatte. Dadurch hatte er noch nicht seine Topform und gab das Tempo beim Schwimmen vor. Das 30sec. später gestartete Team aus Esslingen zog erst mal am Backnanger Team vorbei. Während dem Schwimmen braute sich auch noch ein Gewitter zusammen und machte das anschließende Rad fahren nicht einfacher. Die Radstrecke (2x 10km) war sehr wellig und extrem verwinkelt, weshalb das Windschattenfahren nicht optimal ausgenutzt werden konnte.

Hier musste Michael Hofmann zweimal in der ersten Runde abreißen lassen und nahm damit die Geschwindigkeit aus dem „Zug“ heraus. Kurz vor Ende der ersten Runde setzte dann auch noch Starkregen ein und machte die Sache noch schwieriger. Nur mit sehr viel Glück und Geschick konnten in einer Rechtskurve auf Kopfsteinpflaster Stürze vermieden werden. Die zweite Runde verlief deutlich harmonischer, jedoch musste aufgrund der nassen Straße das Tempo vor den Kurven herausgenommen werden. Dies war ein deutlicher Nachteil gegenüber den Teams, die früher gestartet waren. Bedingt durch immer wiederkehrenden Regen und Donner wurden alle weiteren Starts der nachfolgenden Ligen zuerst verschoben und anschließend wurde das Schwimmen komplett gestrichen und nur noch ein „Bike & Run“ ausgetragen.

Die Laufstrecke war alles andere als flach, wodurch der Sprint sehr anspruchsvoll wurde.  Deshalb hatte Christopher Hettich auf teilweise schwierig zu laufenden Waldwegen sprichwörtlich alle Hände voll zu tun. Teilweise schob er an den Anstiegen zwei Teamkollegen gleichzeitig hoch. Spätestens kurz vor dem Wendepunkt war absehbar, dass es heute für das Backnanger Team nichts zu gewinnen gab. Zu groß war der Rückstand auf die anderen Teams. Da das Team aus Forst nicht angetreten war und das Cannstatt Team während dem Rennen ausschied, blieb in der Tageswertung nur der 12. Platz von 14 Mannschaften.

Wie bereits erwähnt, hat die Ligaleitung den Rennablauf aufgrund des Gewitters für die restlichen Ligen geändert und einen „Bike & Run“ angesetzt. Im Nachhinein muss man konstatieren, dass dieses Format für das RIVA-Team deutlich vorteilhafter gewesen wäre…

Nun heißt es bereits am kommenden Samstag beim Ligafinale am Schluchsee alles zu geben, damit der drohende Abstieg aus der 1. Liga vermieden wird.

Bei den Frauen ging ein gut eingespieltes Team mit Alex Olpp, Betti Wissmeier-Huber und Martina Höllige an den Start.

Da das Schwimmen durch Regeländerung ausfiel, wurde der Wettkampf gleich mit dem Radfahren begonnen. Dies kam unseren Frauen entgegen. So konnte auf der ersten der beiden Radrunden das Tempo gleich hochgehalten werden; vor allem Radfahr-Spezialistin Martina Höllige hat auf der schwierigen Radstrecke Betti jeden Berg hochgezogen und starke Team-Arbeit geleistet. In der zweiten Runde lief es für unsere Frauen dann so richtig gut. Das RIVA-Frauen-Trio hat einige Teams überholt – Martina schob Betti und überholte dabei noch andere Teams – dabei schrie sie Alex zu – noch schneller zu fahren. Dann kam der Wechsel auf die Laufstrecke. Weil unser gute Läuferin Alex hier die besten Beine hatte, durfte sie dann Martina schieben. Und es war spannend – unsere Frauen wurden leider noch am Schluss von Esslingen überholt – haben unter 17 Mannschaften mit Platz 7 nur knapp den 6. Platz verfehlt. Super Team-Arbeit!

Für unsere Männer-Mannschaft in der 3. Liga sah die personelle Situation ähnlich dünn aus. Es musste auf den wertvollen 4. Mann verzichtet werden und es stand wieder eine neue Mannschaftsbesetzung am Start. So galt es für Markus Both, Micha Schönwiesner und Thilo Ehlers auf jeden Fall durchzukommen. 

Nachdem das Schwimmen von der Rennleitung auch hier abgesagt wurde, war man sich anfangs nicht einig, ob man sich freuen oder ärgern sollte… Nach einem „Trockenstart“  führte der Weg der „Drei Jungen Wilden“ also direkt in die Wechselzone T1, dort verlief alles ohne Zwischenfälle und anschließend auf die Radstrecke. 

Nach den ersten 100m auf dem Rad der kurze Schock: Die Kette und der Umwerfer von Micha hatten sich verkeilt und das Team musste anhalten und den Defekt beheben. Da fuhr schon die nachfolgend gestartete Mannschaft vorbei. In der Folge hat sich der Umwerfer verzogen und Micha mit Schaltproblemen zu kämpfen. Dennoch wurde auf dem Rad fortan Tempo gemacht und mit einem 36km/h – Schnitt gefahren – das vorbeigefahrene Team wurde wieder gestellt und überholt.

Der abschließende Lauf war nochmals ein außerordentlicher Kraftakt, vor allem für Micha. 200m vor dem Ziel hat  er  nochmals alle Kräfte mobilisiert und einen Sprint hingelegt, so dass auch die Cannstatter Mannschaft noch überholt werden konnte. Nach großartigem Kampf und famosem Zielsprint (von Micha) stand am Ende ein sehr guter 22. Platz (von 32. Mannschaften) zu Buche. Super gekämpft!

Die Mehrheitliche Aussage nach dem  Wettkampf: „Die neue anspruchsvolle und wellige Strecke in Ebenweiler stellte alle Athleten vor eine neue Herausforderung und verlangte ihnen alles ab. Alles in Allem aber ein tolles Wettkampfformat, das Lust auf mehr macht und hoffentlich auch als gute Vorbereitung für das Finale in Schluchsee dient“.

Nach nur einer Woche Pause steht nun das Ligafinale am Schluchsee über die olympische Distanz an.

Ergebnisse: http://baden-wuerttembergischer-triathlonverband.de/termine/ergebnisse_2017/